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Sonntag, 20. September 2015

Winterjacken-Sew-Along 2015:Inspirationssammlung

Es ist so weit, die Planungen des Winterjacken Sew Alongs organisiert von den MMM-Damen startet.


Da ich mir schon vor ein paar Wochen überlegt habe, dass ich mir für dieses Jahr einen neuen Mantel nähen möchte kommt mir der Sew Along sehr gelegen. Ich habe neulich eine ganze Woche für mich alleine zu Hause gehabt, also ohne Mann und Kind, und die Zeit sinnvoll damit genutzt, noch einmal die alten Staffeln von The Great British Sewing Bee zu schauen. Die Moderatorin Claudia Winklemann hat bei der Anmoderation immer einen anderen Mantel an. Einmal war es ein ganz schlichter schwarzer ohne großen Kragen und weiteren Schnickschnack. So was hat mir schon immer gefallen, ich habe es nur nie im Laden gesehen.

Ich habe mich also auf die Suche nach Schnitten gemacht. Zu erst bei amerikanischen und englischen Schnittmustern, erfolglos. Dann bin ich bei Burda gelandet. Im Prinzip stehe ich Burdaschnitten ja sehr aufgeschlossen gegenüber. Und relativ schnell habe ich auch gefunden was ich suchte: 7314
Ein schlichter Mantel im 60er Jahre-Stil. Die Ärmel sind vielleicht etwas zu weit, aber die kann ich ja verschmälern. Voller Vorfreude habe ich den Downloadschnitt gleich gekauft.



Mir gefällt auch die Kurzvariante des Mantels. Vielleicht nähe ich die dann auch noch mit.

Was Material und Farbe angeht hatte ich ziemlich konkrete Vorstellungen, die ich aber bei meinem gestrigen kurzen Ausflug in die hiesigen Stoffgeschäfte im Stadtzentrum wieder begraben habe. Es scheint dieses Jahr Unmengen an Walkloden zu geben. In allen Farben und recht günstig im Preis. Aber Walkloden ist wirklich nicht meins. Also, für das Kind ja, aber für mich nicht. Während das große Kaufhaus scheinbar keine Alternative im Angebot hatte, gab es im zweiten Laden zumindest noch weitere Wollstoffe.
Mir schwebte eigentlich eine Farbe vor: Beere oder Türkis, alternativ ein helles Grau. All das gab es nicht. Na gut, ein Rest ganz herrliches Hellgrau in einer sehr feinen Wollmischung schlummerte noch in einer Ecke. Aber keine 3 Meter mehr.
Verlassen habe ich den Laden mit einer 80%-Wolle, 20%-Plaste-Mischung in beige/taupe. Auch nicht schlecht. Zwar nicht das was ich wollte, aber immerhin etwas womit ich leben kann. Wenn der Mantel toll wird nähe ich einen zweiten aus hochwertigerem Stoff in meiner Traumfarbe ;)

Nun ist die erste Frage: wäscht man solche Stoffe vor? Weiß das jemand? Was würdet ihr machen?

Ich freu mich auf weitere Inspirationen!

Habt's schön, Marie

Donnerstag, 3. April 2014

Frühlingsmantel

So, das Nähcamp ist vorbei, der Urlaub danach ist vorbei, die Wäscheberge werden kleiner und ich hab eigentlich so viel zu erzählen, dass ich gar nicht weiß wo ich anfangen soll.
Deswegen zeige ich nun zumindest für die, die beim Nähcamp dabei waren meinen Mantel. Einige hatten sich ja für die Johanna von Schnittchen entschieden. Ich wollte die auch zuerst nähen, hatte aber das Schnittmuster nicht zu Hause. Bis zum Nähcamp wollte ich aber zumindest zugeschnitten und die Teile versäubert haben, damit ich nur die einfache Nähmaschine und nicht noch die Overlock mitschleppen musste.
Da fiel mir wieder ein, dass ich vor ungefähr 5 Jahren, in meiner Anfangsnäheuphorie, mal ein paar alte Schnittmuster bei Ebay bestellt hatte. Darunter war auch ein Mantel. Den habe ich dann kurzerhand zu meinem Nähcampprojekt auserkoren. Es ist zwar ein Wintermantel, aber ich dachte mir, dass er schon als Frühlingsmantel funktionieren wird wenn ich ihn nicht wie vorgesehen aus Wolle nähe.
Catrin vom Stoffbüro hatte mir schönen schwarzen Twill besorgt. Wie das Futter aussehen soll war mir lange ein Rätsel. Ich schwankte zwischen tristen schwarz (typisch ich), feierlichem Petrolflutschfutter und sonnigem gelben Baumwollstoff, den letzlich extra für diesen Zweck sogar schon gekauft hatte. Als ich dann aber feststellen musste, dass mir gelb einfach nicht steht fasste ich mir ein Herz und zerschnitt das bunte Flutschfutter vom Stoffmarkt. Als ich es zusammengenäht übergezogen hatte kam ich mir vor als hätte ich einen Morgenmantel an. Furchtbar. Es war aber leider schon Freitagabend und am Samstag seeehr früh musste ich nach Berlin zum Nähcamp aufbrechen. Ehrlich gesagt habe ich mir gar nicht getraut, das Futter überhaupt in der Öffentlichkeit aus meinem Koffer zu holen...
Naja, wie schön das Nähcamp war muss ich demnächst nochmal in Ruhe erzählen. Einen kleinen bebilderten Eindruck bekommt ihr schon hier.
Das Resultat ist jedenfalls mein schwarzer Burdamantel mit der Nummer 7857. Dieses Muster scheint es allerdings nicht mehr zu geben.

Schnittmuster
Probegetragen habe ich ihn schon letzte Woche an der Ostsee. Da ist mir allerdings aufgefallen, dass er doch ganz schön weit ist. Das ist mir im Nähwahn beim Camp gar nicht so aufgefallen.
Mantel wird am Stand spazieren getragen.
Vorne mit Knöpfen zu schließen.
Kragen mit mintfarbener Paspel. Dazu gabs ein neues mintfarbenes Tuch.
Die umpaspelten Taschen sind nur Fake, die richtigen sind mit Pünktchenmuster gefüttert.
Faketaschen, auch mit Pünktchen. Habe ich inzwischen aber noch mit ein paar Stichen am Mantel fixiert.
So sah er von hinten ursprünglich aus...
Und jetzt so: Mantel von hinten mit zusätzlicher Falte um ihn enger zu machen.
Die Zusatzfalte nochmal im Detail.
Mantel von vorne. Die Knopfleiste ist eigentlich gerade.
Das Mantelfutter im fröhlichen asiatischen Design.
Bewegungsfalte im Futter. Mein Label passt farblich nahezu perfekt und dient als Aufhänger.
Und, wie findet ihr den so? Ich guck jetzt jedenfalls mal zu RUMS um zu sehen was die anderen so zeigen und um zu luschern ob es noch mehr Nähcampprodukte zu sehen gibt ;)

Schönen Tag, Marie