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Sonntag, 6. April 2014

Gestricktes in groß und klein


Neulich auf dem Weg an die Ostsee haben wir ein paar Tage an der Müritz verbracht und auch mal in der Scheune Bollewick bei Röbel angehalten. Soll eigentlich so eine Art Kreativtreff sein, die größte Feldsteinscheune Deutschlands, aber es war nicht so viel los. Naja, ist ja auch noch Vorsaison. Immerhin habe ich ein passendes Tuch zu meinem neuen Mantel dort gefunden (danke für eure Komplimente für den Mantel, übrigens!!).

Außerdem ist die Ecke ganz fotogen.
Da die Jungs (großer und kleiner) in Strickpullis gekleidet waren habe ich sie also zu einem Fotoshooting verdonnert.


Hier seht ihr ein schon vor einer Weile entstandenen Strickpulli für den großen Mann aus Drops Karisma-Wolle in dunkelgrau. Das Muster, hm, ich dachte es wäre auch von Drops, ist es aber nicht. Ich weiß es nicht mehr, würde es aber raussuchen falls es jemand wissen will. Sehr praktisch ist, dass man die Wolle ohne Probleme bei 40°C in der Maschine waschen kann ohne dass was passiert. Die Form ist noch wie am ersten Tag, der Pulli kratzt auch nicht. Den Halsausschnitt hatte ich damals aber nochmal aufgetrennt, weil er Falten geschlagen hat. So sitzt er ganz gut. Ein Pulli zum drüberziehen.



Für den Kleinen habe ich den Pulli aus Champ von Online gestrickt, die Reste der Zwillingspullis, die ich hier schon mal gezeigt habe. Den Pulli habe ich ohne Anleitung gestrickt, oben auf der Schulter ist er mit einem kleinen gelben Knopf zu schließen. Aus der passenden Wolle hatte er seine Ohrenmütze auf. Ich finde es einfach goldig, wenn kleine Kinder in Stricksachen gehüllt sind. Auch dieser Pulli hat schon mehrere Wäschen in der Maschine überlebt. Er ist ganz leicht angefilzt an der Oberfläche, aber nicht eingegangen. Die Qualität dieser Wolle ist wirklich zu empfehlen, sie ist richtig schön weich und lässt sich super stricken. Ich hab sie aus dem Leipziger Kreativ- und Strickcafé.



Christine Manitz, die Inhaberin dieses Cafés hat übrigens für nächstes Wochenende das Wolle-Fest und die Stoff-Messe in der neuen Messe in Leipzig organisiert. Wer Wolle und Stoffe liebt und anfassen und vielleicht auch kaufen will sollte dort unbedingt mal vorbeischauen. Ich werde am Sonntag auch dort sein und euch zeigen, wie man kleine praktische Stricknadelmäppchen näht. Meine größte Vorfreude ist aber die auf Elizzza, von der ich schon so viele tolle und auch lustige Videos gesehen habe. Sie wird auch da sein.

Messebild
Damit allen einen schönen Wochenausklang, Marie

Mittwoch, 19. Februar 2014

Gastbeitrag MMM

Die liebe Frau hat mich gebeten einen Gastbeitrag über mein erstes Nähprojekt zu schreiben, so here we go:

Eigentlich ist es ja gar nicht mein erstes Mal an der Nähmaschine gewesen. Für den Kleinen und mich hatte ich ja schon mal die Fliegen zu Weihnachten genäht.
Das fand ich schon damals toll und es hat mir unheimlich viel Spaß gemacht. Außerdem hab ich festgestellt, dass das ja gar kein Hexenwerk ist, was Frau da allabendlich immer so werkelt (ratter, ratter, ratter…).

Offensichtlich hat man mir das wohl angemerkt, denn da lag seit Tagen dieser Sweatshirt-Stoff von Swafing und das Pullover-Schnittmuster Föhr von Schnittreif / Farbenmix bei uns rum. Und als ich dann mal Muse hatte, hab ich den Stoff geschnappt, schön mit dem Pizzaroller den Stoff ausgeschnitten und die erste Naht gesetzt. Natürlich erstmal unter Anleitung, is ja klar.
Aber nach der ersten Naht mit der Overlock war das Prinzip verstanden. Herrlich, wie das Maschinchen so lossurrt und mit seinem Füßchen den Stoff einzieht. Ich verstehe jetzt, warum ich immer zu hören bekomme, Nähen macht süchtig bzw. ich Frau so oft bis tief in die Nacht am einsamen Nähmaschinenlichtlein sitzen sehe…



Etwas Hilfe hab ich dann doch noch beim Bund am Kragen gebraucht. Dieser sollte ja mit V-Ausschnitt sein. Recht diffizil. An den Ärmeln gings dann schon wieder ganz gut allein.

Zwischendrin wurde natürlich anprobiert und der Schnitt noch optimiert, sollte ja gut sitzen. Und bei der finalen Anprobe war ich wirklich überrascht, wie gut das Teil sitzt.





  
Da wir uns neulich schon im Kartoffeldruck geübt hatten und ich ein recht nettes Motiv gefunden hatte, wollte ich den schwarzen Pullover noch etwas aufpeppen. Auf den Brustbereich also noch das Motiv gedruckt und an der rechten unten Kante noch das gleiche Motiv als Lasche eingenäht.


Also ich bin mit dem Ergebnis sehr zufrieden, finds ganz schick. Frau übrigens auch. Sie hat jetzt nur das Problem, dass Abends immer ihr Maschinchen besetzt ist...

Und damit nehm ICH heute mal am MMM teil.  

Edit: hier gibt es noch mehr genähte Sachen für Männer!

Montag, 3. Februar 2014

Sonntagsbeschäftigung...

Nachdem der Samstag schon ganz im Zeichen des Handarbeitens stand ging es am Sonntag gleich weiter. Nach einem herrlichen Brunch im Zoo haben wir nachmittags Stoff bedruckt.
Ich habe das schon seit Ewigkeiten mal probieren wollen und nun ständig auf diversen Blogs gesehen. Also sind wir auch endlich zur Tat geschritten. Zu Besuch waren noch zwei Freundinnen, denn es macht ja mehr Spaß, wenn es viele Leute sind.
Wir haben letztes Jahr ein tolles Buch gekauft, das verschiedene Drucktechniken erklärt und tolle Inspirationen bereithält: Muster drucken von Rebekka und Yvonne Drury.

Ich habe für den Kleinen zwei Shirts zurechtgeschnitten und bedruckt, der Mann hat zwei eigene Shirts bedruckt. Der Besuch hat erst mal Skizzen angefertigt (und Kuchen gegessen ;)).

Ich wusste ehrlich gesagt am Anfang noch nicht, was ich wie bedrucken will und habe auf eine Eingebung beim Zuschneiden gehofft. Die kam dann auch. Ich hatte mir den grauen Stoff mit zarten weißen Streifen aus dem Sanetta-Outlet ausgesucht und wollte daraus ein Raglanshirt machen. Beim Zuschneiden habe ich den Stoff aus Versehen nicht richtig gerade hingelegt, so dass die Streifen leicht geneigt verlaufen. Erst war ich wütend. Als ich es ne Weile angestarrt habe, ist mir aber in den Sinn gekommen, dass auf den Streifen Autos usw. fahren könnten. Ich habe also aus Moosgummi, wie es auch Christina hier sehr schön beschreibt, kleine Stempel gebaut und die dann auf Katalogpapier und schließlich auf ein Schnapsglas geklebt. Ich hatte erst eine Eierpappe als Träger, aber das ging nicht so gut. Man muss wirklich etwas nehmen, das ganz starr ist. Die Farbe lässt sich vom Glas ganz gut wieder abwaschen.




Ich wollte auch ein paar Personen Stempeln, die sind mir aber nicht so gut gelungen, deswegen ist es eine reine Fahrzeugflotte geworden:


Der kreative Mann hat sich an den Kartoffeldruck gewagt und ein Muster so ähnlich wie in unserem tollen Buch geschnitzt.


Sowohl auf die Kartoffeln als auch auf den Moosgummistempel ließ sich die Farbe prima mit kleinen Schwammrollern auftragen.
Einmal gerade gestempelt, einmal versetzt - und über das versetzt gestempelte dann doch nochmal drüber gestempelt...


 ... hat er jetzt zwei totaaal einzigartige T-Shirts.

Ich fand das graue Shirt dann aber etwas zu grau und rote Auspuffwolken dazugestempelt.



Die sind aber leider eher rosa geworden und sahen beim Vernähen irgendwie mädchenhaft aus. Es ist doch nochmal ein Unterschied, wenn man den schon fertig zugeschnittenen Stoff erst nur bestempelt und dann auch noch vernäht sieht. Ich habe also eben nochmal mit schwarz drübergestempelt und bin nun etwas zufriedener. Ich hatte das Shirt zwar noch nicht gebügelt, aber gelesen, dass die Farben trotzdem kaum wieder rausgehen. Hat jemand von euch da Erfahrung?

Also auf jeden Fall habe ich noch ein zweites Shirt bedruckt, wieder Stoff aus dem Sanetta-Outlet, aber diesmal dunkelblauer Jersey mit weißer Farbe.

Ich wollte, dass auf der Vorderseite kleine Vogelspuren über den Körper gehen und auf dem Rücken der Vogel wegfliegt. Die Vogelspuren wollte ich mit Kartoffeln aufdrucken, um nochmal eine andere Technik zu probieren, das ging aber nicht. Die Füße waren zu filigran und ließen sich mit einem normalen Messer nicht ausschneiden. Ein inverser Druck hat auch nicht funktioniert. Da hätte man einen dicken weißen Blockstreifen mit Füßen drin gehabt. Das hätte aber nur ganz gut gewirkt, wenn die Spuren ganz gerade verlaufen wären. Und das wollte ich nicht. Ich habe also wieder kleine Moosgummistempel gemacht - und einen größeren für den Vogel - und mit weißer Farbe aufgetragen.



Der Vogel ist zwar letztendlich noch etwas zu klein für die Fußspuren, aber na gut. Für den Anfang waren wir alle zufrieden, vor allem hat es nämlich total viel Spaß gemacht.
Das Goldkind hat mit einer der Bastelkisten eine tolle Beschäftigung nach dem Mittagsschlaf gefunden und hat ganz geduldig zwischen uns gespielt.


Die fertig vernähten Shirts zeige ich dann beim nächsten Mal.
Einen guten Start in die Woche wünscht Marie.

Samstag, 25. Januar 2014

Häkelmützen

Als in Leipzig im Oktober die Modell-Hobby-Spiel-Messe war, habe ich das erste Mal My Boshi Wolle gekauft, weil ich auch so eine Häkelmütze haben wollte. Inzwischen geht zwar auch mir etwas auf die Nerven, dass die so gehypet wurden, aber na gut. Die Mütze passt, gefällt mir ganz gut und hält den Kopf warm.

Außerdem werden auch die beiden Jungsköpfe nun in My Boshi gehüllt. 


Natürlich gibt es - ganz entsprechend des Hypes - auch Häkelanleitungen in jedem Format. Broschüren, ganze Bücher oder Videos. Ganz was das Herz begehrt. Schwer ist es auf keinen Fall, man häkelt in halben Stäbchen. Für das Kind habe ich einfach nicht so viel zugenommen und nach 16 Reihen aufgehört. Da man im Kreis häkelt kann man die wunderbar immer aufprobieren.
Für den Mann habe ich die Mütze um zwei Reihen verlängert. Auch meine ist etwas länger, da ich sie am Anfang fast ein bisschen eng war. Mal sehen wie sie sich verhält wenn ich sie noch ein bisschen trage, ich hoffe, sie weitet sich noch etwas. Das kleine Modell hat dann noch Kopfhörerattrappen aufbekommen. Und natürlich ein Bändchen zum verschließen. Er setzt sie glaub ich ganz gerne auf.
Die Kopfhörer habe ich genauso mit einem Kreis aus 11 Maschen begonnen und dann in der zweiten Reihe in jede Masche 2 gehäkelt, in der dritten Reihe in jede zweite 2 Maschen usw. bis sie groß genug war.
Die Mützen haben wir übrigens auf dem Fockeberg ausgeführt, Leipzig, Sachsen ;)


So, und den Rest der Mittagsschlafzeit werde ich damit zubringen, eine weitere Goldkindmütze zu stricken, denn ich wollte noch was, wo auch der Hals richtig warm steckt und die Ohren wirklich richtig warm stecken. Ihr ahnt es? So was, was man früher mal "Oma" nannte. Eigentlich eine Strafe, aber die sind wirklich praktisch und es gibt auch ganz süße Muster ;)

Damit einen schönen Nachmittag für alle.
Liebe Grüße, Marie