Freitag, 2. Januar 2015

Rückblick und Ausblick - Neues Jahr, neue Kanäle

Zuerst einmal wünsche ich allen hier ein glückliches und vor allem gesundes neues Jahr!

In den letzten Dezembertagen lasse ich das Jahr total gerne revue passieren. 2014 ist viel passiert: ich habe ein Gewerbe angemeldet, weil ich es probieren wollte, ich habe einen sehr interessanten anderen Nebenjob angenommen und ich habe wieder ganz normal angefangen, zu arbeiten, als Geografin in der Wissenschaft. Außerdem sind wir kurz vor Weihnachten noch umgezogen und haben nun ein richtiges Arbeitszimmer.

Das mit dem Gewerbe werde ich nicht großartig weiterverfolgen, nur bei ein paar Gelegenheiten. Ich habe zu wenig Zeit, um zu nähen. Daher habe ich in dieser wenigen Zeit schon gar keine Lust, etwas für den Verkauf zu nähen. Außerdem kommt einfach zu wenig dabei rum. Ich bewundere wirklich jede, die sich damit eine Existenz aufbauen kann für ihren Mut, ihre Motivation und ihr Durchhaltevermögen. Ich bin sehr dankbar, dass ich das für mich austesten konnte und bei einigen Märkten wirklich tolle Erfahrungen gemacht habe (Internetverkauf habe ich gar nicht groß probiert). Ich habe nun aber festgestellt, dass das nicht mein Weg ist. Und das ist auch gut so.

An meinen alten Arbeitsplatz zurückzukehren war hingegen genau das Richtige für mich. Und auch das ist gut so, denn so bin ich mir wirklich sicher mit dem was ich mache. Ich hab auch tolle Kollegen dort.

Was 2014 (und 2013 und auch schon 2012) zu kurz gekommen ist ist sportliche Betätigung. Immer mal mit dem Rad zur Arbeit zu fahren reicht mir nicht mehr aus, ich habe am 27. Dezember wieder angefangen zu joggen. Das habe ich vor der Schwangerschaft jahrelang gemacht und bin sogar schon zweimal einen Halbmarathon gelaufen. Um ein Ziel vor Augen zu haben habe ich mich auch gleich für einen solchen Lauf im Mai angemeldet. So wird's was! ;)

Außerdem sind wir, wie gesagt, umgezogen. Gleiche Stadt, neues Viertel und einige Quadratmeter mehr. Wir haben wochenlang, ja monatelang, geplant, gesponnen, uns gefreut, dann renoviert, aussortiert, eingepackt, wieder ausgepackt und neu sortiert. Bei dieser Gelegenheit ist mir aufgefallen, dass ich Unmengen von Stoffen besitze, ja horte. Mal von diversen anderen Bastel- und Handarbeitsutensilien ganz zu schweigen. Ich bin leider im Dezemberstress nicht einmal dazu gekommen, meine extra angeschafften Weihnachtsdekorationsartikel zu verarbeiten und hübsch auf die Weihnachtstafel zu drapieren. Heiligabend war trotzdem schön, so mit der gesamten Familie in der neuen Wohnung.
Auf jeden Fall ist meine Konsequenz daraus, dass ich vorerst keinen Stoff mehr kaufen werde, vor allem dann nicht, wenn ich kein konkretes Nähprojekt dafür habe, welches ich innerhalb kurzer Zeit auch realistischerweise umsetzen könnte. Aussortieren der Stoffe fällt aber trotzdem aus, hihi. Immerhin braucht das Kind neue Sachen, die Couch viele neue Kissen, ich ein paar mehr Röckchen und Blüschen, naja, und so weiter....

Das gleiche gilt im Übrigen für Wolle. Geht es hier noch jemandem so? Ein Angebotspreis, eine Idee für ein Projekt und schon hat man das Paket zu Hause? Ich bin ab und zu eine echte Schnäppchenjägerin.

Naja, auf jeden Fall hat mir mein Blog in den letzten Wochen kaum gefehlt, eigentlich gar nicht. Wahrscheinlich, weil ich viel anderes zu tun hatte, was ja auch mal wieder schön ist. Meine Nähmaschine habe ich in der neuen Wohnung (also seit 3 Wochen) noch nicht wieder angerührt. Immerhin hat mir das auch gezeigt, dass es so viele andere Sachen gibt, die ich vernachlässigt habe.

Ich lese trotzdem gerne noch eure Blogs, aber ich werde bis auf weiteres hier pausieren. Wer trotzdem noch sehen will was ich so mache kann ja mal bei meinem Instagram- Account vorbeischauen.

So, das war wohl vorerst mein letzer Post hier. Vielen Dank auf diesem Weg noch einmal für alle lieben und manchmal auch sehr hilfreichen Kommentare, über die ich mich sehr gefreut habe. Vor allem freue ich mich aber darüber, dass ich über diesen Blog einige wirklich tolle Frauen kennengelernt habe. Und ich freu mich auch auf einige Wiedersehen, die in den nächsten Monaten anstehen.

Habt's schön, Marie

Dienstag, 25. November 2014

Pinguinpulli

Auf der Suche nach kindgerechten aber nicht zu bunten Stoffen bin ich auf die Pinguine von Nanu für Paapii gestoßen. Die Grundfarbe ist eine Mischung zwischen beige und grau, die Pinguine sind schwarz/weiß.




Ich hatte erst überlegt, eine Hose aus dem Stoff zu nähen, habe mich aber dann doch für ein Shirt entschieden. Ehrlich gesagt sah mir das dann etwas zu sehr nach Schlafanzug aus, so dass ich die Ärmel aus einem schwarz-weiß gestreiften Jersey und die Bündchen in einem peppigen Rot genäht habe. Und wo ich gerade beim Farbe beimischen war habe ich mich noch für ein paar kleine Spaßbügelmotive aus Flockfolie entschieden.





Der Schnitt ist ein Raglanschnitt aus der Ottobre 6/2010, Größe 86, leicht verlängert durch das Bündchen. Das ist mein heutiger Beitrag zum Creadienstag.

Habt's schön, Marie

Sonntag, 16. November 2014

Merinomütze mit Paapii-Fuchs

Neulich ist mir aufgefallen, dass ich zwar eine ganze Kiste Wolle habe, der Junge jedoch keine Strickmütze hat. Die vom letzten Jahr sind alle zu klein geworden, daher musste eine Neue her.
Entschieden habe ich mich für schlichte graue Wolle (von Drops), da die Wahl der Winterjacke noch nicht ganz abgeschlossen ist.


Ich habe mir wirklich viele Jungsmützen angeschaut und bin dann doch zu dem Entschluss gekommen, dass ich was ganz klassisches haben möchte. Ich hatte noch ein kleines Schachbrettmuster in Erwägung gezogen, doch das ist beim Abnehmen oben dann immer blöd.
Verziert habe ich die Mütze mit einem kleinen Paapii-Fuchsknopf. Die Füchse sind einfach goldig. Überhaupt mag ich dieses Stofflabel sehr und freue mich schon auf die baldigen Neuerscheinungen.


So, den Rest des Mittagsschlafes werde ich heute mit zuschneiden verbringen.

Habt's schön und genießt das Novemberwetter, Marie

Mittwoch, 12. November 2014

Daisy


Geschmeichelt von den herzerwärmenden Komplimenten zu meinen letzten Kleidungsstücken für mich zeige ich heute mal wieder was für's Kind. Da sind nicht viele, aber doch ein paar Sachen entstanden. 
Als ich vor ein paar Monaten süßen Disneystoff bestellt habe war der Junge ja total angetan und trägt immer voller Freude seinen daraus entstandenen Schlafanzug.
Den ersten Namen der Disney-Gang den er sagen konnte war "Daisy" - und Daisy hat er dann auch immer ganz stolz gerufen als er den Schlafanzug gesehen hat. Daher habe ich mir überlegt, dass ich aus den letzten Stoffresten noch ein zweites Schlafanzugoberteil nähe und Daisy darauf appliziere.

Gesagt, getan. Hier kommt das Ergebnis:



Zugegeben, es geht auch als T-Shirt für Mädels durch, aber er trägt es gerne und ich find's niedlich ;)

Außerdem habe ich weitere Stoffreste zu Unterhosen vernäht, kann man ja immer gebrauchen.



Und ein neues Unterhemd gab es noch nach dem Ottobre Design Schnitt, jedoch ohne Bündchen, dafür nur mit eingeschlagenen und mit Zwillingsnadel versäuberten Nähten, das geht schnell und passt gut.


Habt's schön! Marie

Donnerstag, 6. November 2014

Toni im finnischen Design

Erst einmal vielen, vielen Dank für die vielen, vielen Komplimente für mein Burdakleid gestern. Ich hab mich unheimlich gefreut.

Da zeige ich euch auch gleich noch ein neues Jerseykleid, diesmal in finnischem Design.
Den Stoff von ikasyr habe ich bei Caro gefunden. Eigentlich wollte ich ihn als Kombistoff für einen Hoodie nutzen. Als ich ihn jedoch frisch aus dem Paket gerissen um mich gewickelt habe, hat mein Mann (der jetzt dankenswerterweise die Fotos von mir macht) gesagt, dass er sich auch gut ein Kleid daraus vorstellen könnte.


Sein Interesse für meine Stoffe sofort unterstützend habe ich mich für eine Toni von Milchmonster entschieden. Den Schnitt habe ich Anfang des Jahres schon mal genäht und finde ihn prima.


Um das Muster etwas aufzubrechen und Länge zu gewinnen habe ich Vorder- und Rückteil nach dem ersten Zuschneiden dann doch nochmal auseinandergeschnitten, damit ich ein schwarzes Band einnähen konnte. Dieses kehrt auch an den Ärmeln wieder, weil ich ja nur einen Meter Stoff hatte. So gefällt es mir ziemlich gut und ich freu mich, nochmal eine neue Version ausprobiert zu haben. Der Schnitt ist sehr variabel.


An das auffällige Muster muss ich mich wie immer erst gewöhnen. Ich trage das Kleid meist noch mit einer kleinen schwarzen Strickjacke kombiniert oder zumindest mit einem kleinen schwarzen Schal. Im Sommer kann ich mir es auch gut mit einer Jeansjacke vorstellen.


So, das ist mein heutiger Beitrag zu RUMS. Ich bin schon gespannt, was es dort heute alles zu entdecken gibt.

Habt's schön, Marie

Mittwoch, 5. November 2014

Burdakleid, mein Wohlfühlkleid

Letzte Woche habe ich ja schon die Probeversion eines Burdakleides gezeigt, die ich wirklich gerne trage, weil sie einfach so bequem ist. Das Muster habe ich sogar inzwischen richtig ins Herz geschlossen, weil es so anders ist als alles was ich bisher habe.
Nun gut, heute trage ich - vor der Konferenz schnell noch der (unserer) Baustelle einen Besuch abstattend - mein zweites Kleid nach diesem Schnitt.


Dunkelblauer, etwas festerer Jersey, abgesetzt mit mintfarbenen Nähten, weil ich mich auch so gerne kleide wie Kaspers Frau. Die grüne Strumpfhose dazu fand ich dann aber doch nicht so passend und habe mich deshalb für das dunkelbeige Modell entschieden. Das passt auch irgendwie gut zum Herbst und zu meiner Lederjacke. 


Das Modell ist von einem Downloadschnitt aus der Ausgabe 4/2011.
So, und hier kommen nun ein paar Fotos, aufgenommen in meiner zukünftigen Nähecke.


Fledermausärmel



Damit schau ich zum MMM.

Habt's schön, Marie

Donnerstag, 30. Oktober 2014

Wohlfühlkleidchen

Ich habe einen neuen Wohlfühlschnitt gefunden. Diesmal ist es kein Hoodie, sondern ein Kleidchen.
Beim Leipziger Nähcamp am vergangenen Samstag habe ich in der morgendlichen Panik meine beiden Schnitte, die ich an dem Tag nähen wollte, nicht mehr gefunden. Deswegen habe ich nur eine Hand voll Stoffe vom Jerseystapel gegriffen und wollte mich dann überraschen lassen was daraus wird.


Nach der ersten inzwischen schon sehr herzlichen Begrüßung und einem Gläschen Sekt ging es also an die Planung der Tagesprojekte. Ich bin dabei auf einen sehr schönen Schnitt mit Fledermausärmeln aus der Burda 4/2011 gestoßen, den zwei der Nähmädels auch schon ausgetestet hatten. Ich hatte ihn noch nie so wahrgenommen, aber scheinbar ist er doch verbreiteter als man denkt. Burdaschnitten stehe ich ja eigentlich aufgeschlossen gegenüber, deswegen habe ich auch nicht lange gewartet und mutig zur Schere gegriffen.

Angeschnitten habe ich ein Stück Stoff, welches ich guten Gewissens schon als Schrankleiche bezeichnen kann. Ich habe es mal vom Stoffmarkt mitgenommen, weil es drei Coupons für 15 Euro gab oder so und mir noch einer fehlte. Schon im Zug nach Hause habe ich mich gefragt, warum ich mich ausgerechnet für diesen Fetzen entschieden habe. Weckt er doch sehr starke Assoziationen zu gebatikten Häkeldecken. Wahrscheinlich war es die Schlammfarbe des Grundtons, die mich reizte...
Naja, als Probestück taugt es allemal.


Weil ich manchmal erst schneide und dann denke und außerdem den Papierschnitt des Hinterteils nicht vollständig aufgefaltet habe, habe ich kein Shirt, sondern ein Kleid genäht, wobei das Kleid vorne etwa 20 cm länger war als hinten. Das ist mir natürlich vorm zusammennähen dann schon aufgefallen, aber ich dachte, dass ich mit dem Verschneiden erst nach einer Anprobe beginne. Kollektives Nähen macht doch auch mutig.


Der Hintergrund ist ganz einfach, dass es sich um einen Downloadschnitt handelt und darauf mehrere Modelle abgedruckt sind. Naja, an das Muster habe ich mich gewöhnt und ich habe jetzt ein neues Kleid mit raffiniert unterbrochenem Vorderteil, welches über der Hüfte geschoppt wird. Ich wollte es gar nicht wieder ausziehen, so bequem ist es. Aufgrund der schnellen Fertigstellung und des überschaubaren Stoffverbrauchs von nur einem Meter (wenn man die Ärmel nicht überlang macht) habe ich es gleich nochmal genäht, in dunkelblau. Immerhin muss der Stoffstapel ja auch mal kleiner werden...


So, das war viel Text. Diese und noch mehr Inspirationen findet ihr heute wieder bei RUMS.

Habt's schön, Marie